Militärleitfaden

Militärleitfaden

Der Militärleitfaden gilt verbindlich für alle Mitglieder des Militärs. Mitglieder des Militärs werden unter Auslassung des Ranges als “Soldaten” und “Offiziere” bezeichnet.

Übersicht

  1. Struktur
  2. Unterteilung
  3. Rechte
  4. Pflichten
  5. Verfehlungen

Struktur

  1. Der Fürst ist die oberste Instanz, sein Befehl steht über allem Anderen.
  2. Der Oberste Kommandant ist der direkte Vertreter des Fürsten und befehligt die Armee in seinem Namen. Im Sinne des Militärrechts agiert der Oberste Kommandant als Militärrichter.
  3. Der Oberste Kommandant hat das Recht Generäle zu bestimmen und ihnen die Befehlsgewalt über einen Unterteil des Militärs zu geben.
  4. Offiziere werden von den Generälen mit Zustimmung des Obersten Kommandanten für bestimmte Bereiche eingesetzt, denen sie vorstehen.
  5. Leutnanten können von Offizieren eingesetzt werden.
  6. Ein Trupp von Soldaten wird von einem Hauptmann geführt.
  7. Das ausführende Organ des Militärs ist der Soldat
  8. Rekruten sind Soldaten in Ausbildung.

Unterteilung

  1. Heer
  2. Spezialeinheiten
  3. Magister
  4. Medizinischer Dienst
  5. Ausstattung
  6. Ausbildung

Aufgaben der Unterabteilungen

  1. Das Heer besteht aus vier Abteilungen: Nahkampf, Fernkampf, berittener Kampf und Feldscherer. Das Heer stellt die nötige Kampfkraft, um das Land und seine Bewohner gegen äußere und innere Feinde zu schützen.
  2. Die Spezialeinheiten des Militärs unterteilen sich in vier Abteilungen: Luftüberwachung, Marine, Tunnelgräber und Geheimdienst. Die Mitglieder jeder Abteilung haben sich auf einen Bereich spezialisiert und ihre Eignung im Heer bewiesen. Sie unterstützen das Militär und sichern die Bereiche des Landes, die für das Heer unzugänglich sind.
  3. Magister stellen drei Abteilungen: Sie unterstützen das Heer als Kampfmagi mit den anderen Fernkämpfern, sie unterstützen durch besondere Verbundenheit mit einem Element die Spezialisten, sie unterstützen den Medizinischen Dienst. Zusätzlich zu ihrem aktiven Einsatz werden Magister angehalten Forschung zu betreiben.
  4. Der Medizinische Dienst sorgt für das Wohl der Soldaten und besteht aus drei Abteilungen: aktiver Dienst, Forschung und Ausbildung der Feldscherer. Der aktive Dienst arbeitet in Zentren, um die Gesundheit der Soldaten zu gewährleisten und wieder herzustellen. Im Zuge der Forschung werden verschiedene Aufträge vergeben durch den Fürsten oder seine Vertreter. Der medizinische Dienst bildet die Feldscherer aus bevor diese ins Heer versetzt werden.

Rechte

  1. Ein jeder Einwohner Karnovias darf sich dem Militär anschließen.
  2. Jeder Soldat hat innerhalb seines Ranges die gleichen Rechte, ungeachtet ob er männlich oder weiblich ist.
  3. Jeder Soldat darf sich im Falle eines Vergehens vor dem Obersten Kommandanten selbst verteidigen. Kann oder will der Soldat sich nicht selber verteidigen, steht es ihm frei sich einen Verteidiger zu suchen, wobei dieser kein Mitglied des Militärs sein darf.
  4. Der Soldat hat das Recht auf einen regelmäßigen Lohn.

Pflichten

Allgemeine Pflichten

  1. Jeder Soldat hat sich stets gehorsam und respektvoll gegenüber Ranghöheren zu verhalten
  2. Der Soldat gibt sein Leben für den Schutz des Fürsten und des Landes
  3. Jeder Soldat trägt Sorge dafür, dass seine Ausrüstung sauber und funktionsfähig ist
  4. Jeder Soldat hat Verfehlungen seiner Kameraden zu melden, er darf den Beschuldigten hierzu festhalten, aber nicht selbst richten, dies steht nur dem obersten Kommandanten und seinen Vertretern zu
  5. Jeder Soldat betätigt sich körperlich und sorgt dafür stets einsatzbereit zu sein
  6. Der Soldat verweigert keinen Befehl
  7. Der Soldat behandelt militärisches Gut mit Umsicht
  8. Der Soldat hat sich stets um eine besondere Leistung und um Zusatzaufgaben zu bemühen

Pflichten im Heer

  1. Der Soldat hat im Dienst stets seine Uniform zu tragen und die ihm zugeteilte Ausrüstung mit sich zu führen
  2. Der Soldat meldet jede Unregelmäßigkeit und ist stets pünktlich
  3. Der Soldat hat die Befehlskette einzuhalten
  4. Der Wahlspruch des Heeres ist “Im Leben für Karnovia, im Tode für den Fürsten!”

Pflichten der Luftüberwachung

  1. Die Pflichten der Luftüberwachung gelten zusätzlich zu den Pflichten des Heeres
  2. Der Soldat hat die einheitlichen Zeichen zur Kommunikation über größere Entfernung zu beherrschen.
  3. Der Soldat hat stets über eine Möglichkeit zu verfügen, Ziele in größerer Entfernung beobachten zu können.
  4. Der Wahlspruch der Luftüberwachung ist “Karnovias Himmel nur dem Fürsten!”

Pflichten der Marine

  1. Die Pflichten der Marine gelten zusätzlich zu den Pflichten des Heeres
  2. Der Soldat hat täglich Schwimmübungen zu absolvieren. Dazu zählen auch Tauchübungen.
  3. Der Soldat hat die Techniken für den Kampf auf, im und unter dem Wasser weiter zu entwickeln und sich gemeinschaftlich an der Weiterentwicklung zu beteiligen.
  4. Der Wahlspruch der Marine ist “Treu dem Fürsten durch Sturm und Feuer!”

Pflichten der Tunnelgräber

  1. Die Pflichten der Tunnelgräber gelten zusätzlich zu den Pflichten des Heeres
  2. Der Soldat hat die Grundlagen der ersten Hilfe zu erlernen. Hierzu hat er eine verkürzte Ausbildung der Feldscherer zu durchlaufen.
  3. Der Soldat hat sich unter Tage niemals in einer Gruppe zu bewegen die weniger als drei Mann umfasst
  4. Der Wahlspruch der Tunnelgräber ist “Aus der Dunkelheit für Karnovia!”

Pflichten des Geheimdienstes

  1. Die Pflichten des Geheimdienstes gelten abweichend zu den Pflichten des Heeres
  2. Der Soldat hat stets Verschwiegenheit zu bewahren gegenüber Personen die nicht dem Geheimdienst angehören und nicht mindestens direkte Vertreter des Fürsten sind.
  3. Der Soldat hat stets Verschwiegenheit gegenüber Mitgliedern des Geheimdienstes zu wahren, die nicht mindestens Ranghöher sind.
  4. Der Soldat hat sich stets diskret zu verhalten
  5. Der Soldat verpflichtet sich dem korrekten Informationsfluss. Ihm ist das unterschlagen von Informationen untersagt.
  6. Der Soldat verpflichtet sich der Präzision und der Unauffälligkeit
  7. Der Wahlspruch des Geheimdienstes ist: “Ein grauer Tropfen in grauem Meer”

Pflichten der Magister

  1. Die Pflichten der Magister gelten abweichend zu den Pflichten des Heeres
  2. Als Magister gilt, wer sein Studium an der Schule der Macht beendet hat
  3. Der Magister hat seine Fähigkeiten gegenüber Ranghöheren stets offen zu legen
  4. Der Magister hat sein Wissen über die Magie stets mit anderen Magistern zu teilen
  5. Der Magister hat sich einen Schüler zu nehmen oder mindestens einen Monat jeden Jahres an der Schule der Macht zu unterrichten
  6. Der Magister hat manipulative oder schädigende Magie gegenüber anderen Mitgliedern des Militärs zu unterlassen, solange dafür kein expliziter Befehl vorliegt.
  7. Der Magister geht sorgsam mit Gegenständen magischer Natur und magischen Schriften um.
  8. Der Magister achtet die Forschung anderer Magister und gefährdet sie niemals wissentlich
  9. Der Wahlspruch der Magister lautet: “Wissen ist Macht!”

Pflichten des medizinischen Dienstes

  1. Die Pflichten des medizinischen Dienstes gelten zusätzlich zu den Pflichten des Heeres
  2. Der Soldat hat sich einer medizinischen Ausbildung zu unterziehen.
  3. Der Soldat hat seine persönlichen Fähigkeiten stets gegenüber Vorgesetzten offen zu legen
  4. Der Soldat hat sich um alle körperlichen Beeinträchtigungen von Mitgliedern des Militärs zu kümmern, so er Kenntnis von ihnen erlangt
  5. Der Soldat hat sich um seine eigene körperliche Unversehrtheit zu bemühen
  6. Der Wahlspruch des medizinischen Dienstes lautet “Zusammenhalt!”

Ausstattung

  1. Die Ausstattung beinhaltet Kleidung, Ausrüstung und Bewaffnung für die Soldaten.
  2. Verantwortlich für die Ausstattung sind Handwerker, die alle benötigten Utensilien herstellen; Verwalter, die Buch über die hergestellten Waren und ausgegebenen Stücke führen und Köche, die für einen guten Ernährungszustand der Soldaten sorgen, sowie jede Person, die für die Ausrüstung der Soldaten verantwortlich ist.
  3. Über alle Güter, ihren Eingang, ihre Ausgabe und Rückgabe ist Buch zu führen. Dies gilt auch für Rohmaterialien und Nutztiere.
  4. Alle Güter sind stets pfleglich und mit Umsicht zu behandeln.
  5. Nahrung ist nicht zu verschwenden und stets sorgsam zu behandeln.
  6. Militärische Ausstattung ist bei Notwendigkeit zu ersetzen
  7. Ausstattung, die die Grundausrüstung übersteigt bedarf einer Genehmigung, es sei denn sie wird von dem Soldaten selbst erworben. Selbst erworbene Ausrüstung wird bei Verschleiß nicht ersetzt.
  8. Mitglieder des Militärs, die für die Ausstattung zuständig sind, planen die Verwendung von Ressourcen mit Bedacht und sorgen stets dafür, dass Nachschub vorhanden ist.

Ausbildung

  1. Jeder Soldat durchläuft eine Ausbildung bevor er in einem der Bereiche eingesetzt wird. Jeder Rekrut lernt hier die Grundlagen kennen und durchläuft eine bis mehrere Eignungsprüfungen, um seine weitere Laufbahn zu bestimmen. Die Ausbilder selbst sind Veteranen und waren mindestens zehn Jahre im aktiven Dienst tätig.
  2. Ausbilder werden stets von höheren Offizieren bestimmt.
  3. Der Ausbilder trägt Verantwortung für seine Rekruten. Seine Fähigkeit wird an der Leistung seiner Rekruten bemessen.
  4. Der Ausbilder hat die Rekruten zu fordern, aber ihre körperliche Gesundheit nicht langfristig zu gefährden.
  5. Der Ausbilder hat zu Ende der Ausbildung einem Rekruten seine Befähigung schriftlich zu bescheinigen und ihm gegebenenfalls eine Empfehlung für eine Spezialeinheit zu geben. Die Empfehlung ist grundsätzlich bindend.
  6. Bei Überstellung eines Soldaten an eine Spezialeinheit ist seine Befähigung nach einem Zeitraum von längstens drei Monaten zu prüfen
  7. Rekruten müssen zu Beginn ihrer Ausbildung mindestens das zehnte Lebensjahr beendet haben.
  8. Bürger bei denen eine magische Begabung festgestellt wird, werden unabhängig ihres Alters an der Schule der Macht ausgebildet.

Verfehlungen

  1. Leichte Verfehlungen werden stets vom nächst höheren Rang geahndet
  2. Es gilt als geringes Vergehen
    1. das nicht ordnungsgemäße Tragen von Uniform und Ausrüstung
    2. die leichte Verspätung zum Appell
    3. die Ansprache eines Ranghöheren mit dem falschen Rang
    4. die kurzzeitige Faulheit
    5. das Verheimlichen einer körperlichen Beeinträchtigung
  3. Geringe Vergehen werden stets mit einfachen Strafen geahndet, die den Dienst des Soldaten nicht beeinflussen und sind außerhalb seiner Dienstzeit zu verbüßen.
  4. Bei Wiederholung oder Häufung kann ein geringes Vergehen wie ein höheres Vergehen behandelt werden.
  5. Mittelschwere Vergehen werden stets vom nächst höheren Rang geahndet
  6. Es gilt als mittelschweres Vergehen
    1. das mutwillige Beschädigen der Uniform
    2. die deutliche Verspätung zum Appell
    3. die Respektlosigkeit gegenüber Offizieren
    4. die ausschweifende Faulheit
    5. das absichtliche Herbeiführen eines Dienstausfalls
    6. das Betrügen und Lügen zum Nachteil eines Ranghöheren
    7. das Beschädigen von militärischem Gut und Eigentum
  7. Mittelschwere Vergehen werden stets mit längerfristigen Strafen geahndet, die Großteilig außerhalb der Dienstzeit zu verbüßen sind und täglich nicht mehr als einen kleinen Teil der Dienstzeit beanspruchen dürfen.
  8. Bei Wiederholung oder Häufung kann ein mittelschweres Vergehen wie ein höheres Vergehen behandelt werden.
  9. Schwere Vergehen werden grundsätzlich durch den Obersten Kommandanten geahndet
  10. Es gilt als schweres Vergehen
    1. der eigenen Uniform Schande zu bereiten
    2. nicht zum Dienst anzutreten
    3. der tätliche Angriff anderer Mitglieder des Militärs
    4. die Befehlsverweigerung
    5. die Fahnenflucht
    6. das absichtliche Schädigen des Militärs
    7. der Diebstahl militärischen Eigentums
    8. die Verschwörung gegen das Militär und den Fürsten
  11. Schwere Vergehen können mit Strafen bis zum Tode geahndet werden. Bei Wiederholung oder fehlender Reue kann durch den Fürsten eine Strafe über den Tod hinaus verhängt werden.
  12. Vergehen, die direkt den Fürsten betreffen, werden grundsätzlich vor den Fürsten gebracht und von ihm nach eigenem Ermessen geahndet

Gesetzbuch von Karnovia

§1 Grundrechte

  1. Die Oberste Instanz des Landes ist der Fürst, sein Wort steht über dem Gesetz.
  2. Alle Gesetze und Vorschriften gelten für alle anderen Bewohner Karnovias
    1. Als Bewohner Karnovias gilt, wer lebt und wessen Heimat durch Geburt oder Niederlassung innerhalb des Landes Karnovia liegt.
    2. Bewohner gelten als lebend, sofern sie in der Lage sind sich ohne fremde Hilfe zu bewegen und sich durch Sprache, Laute oder andere Hilfsmittel verständlich zu machen
  3. Der Fürst wählt seine direkten Vertreter selbst und verleiht ihnen Befehlsgewalt in seinem Namen. Jeder direkte Vertreter erhält vom Fürsten als Nachweis ein Zeichen seines Standes.
    1. Der Fürst hat das Recht jederzeit seine direkten Vertreter abzuberufen oder ihnen weitere Pflichten aufzuerlegen.
    2. Als direkte Vertreter gelten im Folgenden
      1. Oberkommandant des Militärs
      2. der Erste Richter
      3. der Steuerverwalter
      4. der Haushofmeister
      5. sowie die Vorsteher der Städte Karnovias
    3. Der Fürst hat das Recht, jederzeit weitere direkte Vertreter einzusetzen, sowie die Rechte der direkten Vertreter zu beschneiden oder zu erweitern.

§2 Rechtsprechung

  1. Die Rechtsprechung obliegt dem Fürsten. Er bestimmt den Ersten Richter, dieser handelt in seinem Namen.
    1. Der Erste Richter bestimmt Vertreter in Abstimmung mit dem Fürsten und gewährt ihnen Rechte.
    2. Auf Verlangen des Fürsten kann jedes Vergehen vor dem Ersten Richter verhandelt werden.
    3. Der Widerruf eines Urteils kann nur vom Fürsten selbst ausgesprochen werden
    4. Strafen, welche den Tod einbeziehen oder darüber hinaus einzustufen sind, sind grundsätzlich vor dem Ersten Richter zu verhandeln. Der Erste Richter kann im Einzelfall entscheiden dieses Gesetz auszusetzen.
    5. Betrifft ein Vergehen ein Mitglied des Militärs, gleich ob Verursacher oder Geschädigter, so ist der Fall vor dem Obersten Kommandanten zu verhandeln.
    6. Betrifft ein Vergehen die Steuern des Landes oder ist der Geschädigte ein Mitglied des erweiterten Stabes des Steuerverwalters, so ist der Fall vor dem Steuerverwalter zu verhandeln.
    7. Geringere Vergehen dürfen durch die Stadtvorsteher auch in Abwesenheit eines Richters verhandelt werden.
  2. Jedes Urteil, das durch einen Richter ergeht ist schriftlich festzuhalten und im Archiv des Fürsten aufzubewahren.
  3. Der Erste Richter und seine Vertreter haben mit Zustimmung des Fürsten das Recht eine eigene Garde zur Unterstützung ihrer Arbeit auszuheben.

§3 Steuern

  1. Bewohner des Landes, die nachweislich einer erwerbsmäßigen Arbeit nachgehen, sind verpflichtet dem Fürsten Steuern zu zahlen
    1. Als erwerbsmäßige Arbeit gilt jede Tätigkeit, aus der sich theoretisch ein Geldgewinn erzielen lassen kann.
    2. Die Steuern werden durch den Steuerverwalter oder seine Vertreter eingezogen.
    3. Bewohner des Landes, die nicht über Rang oder Titel verfügen, sind verpflichtet monatlich den zehnten Teil ihres Ertrages an den Fürsten zu entrichten.
    4. Inhaber von Rang und Titel sind verpflichtet monatlich den zwölften Teil ihres Ertrages an den Fürsten zu entrichten.
      1. Ihnen ist gestattet die Steuerschuld aufzuschieben, längstens bis zum Ablauf eines dritten Monats.
    5. Direkte Vertreter des Fürsten sind von der Steuer befreit.
  2. Der als Steuern zu entrichtende Teil des Ertrages darf auf Geheiß des Fürsten ohne weitere Ankündigung erhöht, verringert, ausgesetzt oder für einzelne Personen oder Personengruppen gesondert behandelt werden.
  3. Der Fürst darf zu jederzeit einen Blutzoll fordern.
  4. Der Steuerverwalter und seine Vertreter haben mit Zustimmung des Fürsten das Recht eine eigene Garde zur Unterstützung ihrer Arbeit auszuheben.

§4 Militärrecht

  1. Dem Militär, seinen Vertreter und ausführenden Organen ist es erlaubt,
    1. jederzeit und überall zu rekrutieren.
    2. jederzeit zum Schutze Karnovias Landstriche, Häuser und andere Besitztümer von Zivilisten kurzfristig, langfristig oder permanent zu beschlagnahmen.
    3. im Falle eines bewaffneten Konfliktes alle verfügbaren Bewohner zum Dienst einzuziehen und nach Bedarf einzusetzen.
  2. Im Falle ziviler oder militärischer Vergehen richtet der Oberkommandant über alle Mitglieder des aktiven Militärs. Es steht ihm frei hierfür Vertreter einzusetzen.
  3. Mitglieder des Militärs erhalten einen ihrem Rang und ihren Aufgaben angemessenen Lohn nach Vorgabe des Fürsten.
  4. Mitglieder des Militärs erhalten Ausrüstung, Verpflegung und Unterkunft entsprechend ihres Ranges und ihrer Aufgaben.
  5. Als Erweiterung der militärischen Pflichten gilt der militärische Leitfaden.
    1. Der militärische Leitfaden gilt vorrangig vor dem Landesgesetz

§5 Haushofmeister

  1. Der Haushofmeister unterliegt ausschließlich der Gerichtsbarkeit des Fürsten. Er ist von der Steuer befreit und kann im Kriegsfalle nicht eingezogen werden.
  2. Alle Bediensteten des Schlosses werden ausschließlich vom Haushofmeister eingestellt. Er entscheidet über ihren Lohn, ihre Unterkunft und richtet über geringere Vergehen.
    1. Dem Haushofmeister steht es frei Gehilfen zu besetzen oder abzusetzen.
    2. Der Haushofmeister überwacht Inhalt und Ausführung des Leitfadens der Dienerschaft, sowie die Einhaltung der darin aufgeführten Pflichten.
    3. Für Bedienstete des Schlosses gilt der Leitfaden der Dienerschaft vorrangig.
  3. Der Haushofmeister ist gegenüber den fürstlichen Truppen weisungsbefugt, sofern seine Weisung nicht im Widerspruch zu den Anweisungen des Fürsten steht.
    1. Der Haushofmeister ist gegenüber der Blutgarde nicht weisungsbefugt.

§6 Stadtrecht

  1. Jede Ansiedlung mit einer Einwohnerzahl von mehr als fünfhundert Bewohnern ist eine Stadt. Ansiedlungen mit weniger als fünfhundert Bewohnern, sowie einzelne Höfe unterstehen der nächstgelegenen Stadt und ihrem Stadtvorsteher.
  2. Jeder Stadt steht ein Stadtvorsteher vor, dieser hat die Aufgabe
    1. geltendes Recht durchzusetzen,
    2. den Fürsten über irreguläre Aktivitäten zu informieren,
    3. für die Unterkunft des Fürsten und seiner Vertreter zu sorgen,
    4. ein Bewohnerverzeichnis zu führen,
    5. Ankündigungen des Fürsten dem Volk publik zu machen,
    6. das Militär bei der Rekrutierung zu unterstützen,
    7. für die Sicherheit seiner Stadt zu sorgen,
    8. sowie so zu handeln, dass die ihm unterstehenden Ländereien wertsteigernd verwaltet werden.
  3. Der Stadtvorsteher darf Vertreter bestimmen, die in seinem Namen und mit seinen Rechten handeln.
    1. Für die Ausübung seiner Aufgaben darf ein Stadtvorsteher pro fünfhundert Bewohner einen Vertreter bestimmen.
    2. Für Aufgaben des Fürsten, die über die regulären Pflichten des Stadtvorstehers hinaus gehen, darf ein zusätzlicher Vertreter bestimmt werden.
  4. Baumaßnahmen, die innerhalb seines Zuständigkeitsgebiets liegen und nicht zum Zwecke des Landes errichtet werden, müssen vom Stadtvorsteher genehmigt werden. Baumaßnahmen, die zum Zwecke des Landes getätigt werden, müssen durch den Fürsten oder mindestens zwei seiner direkten Vertreter genehmigt werden.
  5. Die Sicherheit der Fürstenstraßen obliegt dem jeweils zuständigen Stadtvorsteher.
  6. Der Stadtvorsteher darf zur Unterstützung seiner Tätigkeiten auf das Militär zurückgreifen.

§7 Vergehen

  1. Es gilt als geringes Vergehen
    1. der Diebstahl bis zum Wert einer Goldmünze
    2. leichte Körperverletzung
    3. das Beleidigen, Verleumden und die übliche Nachrede innerhalb des gleichen gesellschaftlichen Standes
    4. der Betrug bis zu einem Schaden von einer Goldmünze oder mit nicht dauerhaften Nachteil des Betroffenen innerhalb des gleichen Standes
    5. Das Jagen und Töten von Wild bis zu einem Gewicht von zehn Stein ohne Genehmigung durch den zuständigen Stadtvorsteher
    6. der Ehebruch durch den Gatten
  2. Es gilt als mittelschweres Vergehen
    1. der Diebstahl bis zu einem Wert von zehn Goldmünzen
    2. schwere Körperverletzung ohne dauerhaften Schaden
    3. das Beleidigen, Verleumden und die üble Nachrede zum Nachteil eines höheren Standes oder eines Mitglieds des Militärs
    4. der Betrug bis zu einem Schaden von zehn Goldmünzen oder mit nicht dauerhaften Nachteil des Betroffenen, sofern dieser von höherem Stande ist, oder von dauerhaftem Nachteil des Betroffenen, sofern dieser vom gleichen Stande ist.
    5. das Jagen und Töten von Wild bis zu einem Gewicht von fünfzig Stein ohne Genehmigung durch den zuständigen Stadtvorsteher
    6. das Betreten verbotener Gebiete, Gebäude oder Stätten ohne Genehmigung durch den zuständigen Stadtvorsteher
    7. das Verweigern von Hilfe jedweder Art gegenüber dem Militär
    8. das Verweigern der Ausübung einer vom Fürsten oder seiner direkten Vertreter berufenen Stelle.
    9. das Verstecken oder Beherbergen von Bastarden und Kriminellen
    10. die Bestellung eines Ackers ohne Genehmigung
    11. nicht melden von Verschwörung, Bemühen oder Aufstand gegen den Fürsten
    12. der Besitz von Waffen, gleich welcher Art ohne Genehmigung
    13. der Ehebruch durch das Weib
  3. Es gilt als schweres Vergehen
    1. der Diebstahl ab einem Wert von fünfundzwanzig Goldmünzen
    2. Körperverletzung mit dauerhaftem Schaden
    3. das Beleidigen, Verleumden und die übliche Nachrede zum Nachteil des Fürsten und seiner direkten Vertreter
    4. der Betrug ab einem Schaden von fünfundzwanzig Goldmünzen oder mit dauerhaftem Nachteil des Betroffenen, sofern dieser von höherem Stand ist
    5. das Jagen und Töten von Großwild ohne Genehmigung
    6. das Verweigern des Militärdienstes bei Einberufung, sowie aktives Behindern des Militärs in der Ausübung seiner Pflicht
    7. der tätliche Angriff auf den Fürsten und seine direkten Vertreter
    8. die Teilnahme an gemeinschaftlichen Bemühungen, die sich gegen den Fürsten und das Land Karnovia richten.
    9. die Beschädigung oder nicht genehmigte Änderung am Besitz des Fürsten, seiner Wohnsitze, seiner persönlichen Geschöpfe, seiner Garde, sowie durch den Fürsten bestimmte Personen und Gegenstände
    10. Totschlag und Mord ohne Genehmigung durch den Fürsten oder mindestens drei seiner direkten Vertreter, sofern keiner der genannten betroffen ist
    11. Missachtung der Feiertage des Fürsten
    12. Bau, Herstellung und Reparatur von Waffe ohne Genehmigung
  4. Die Anbetung von Götzen, Gottwesen oder anderen höheren Instanzen außer dem Fürsten ist untersagt, ebenso das Herstellen und Mitsichführen vermeintlich heiliger Gegenstände. Über die schwere des Vergehens urteilt der zuständige Stadtvorsteher.

§8 Strafmaß

  1. Geringe Vergehen sollen mit einer Strafe geahndet werden, die der Wiedergutmachung und der Lehre dienen. Sie dürfen das Maß eines siebentägigen Arrestes und einer Geldstrafe von einem Goldstück nicht überschreiten.
  2. Mittelschwere Vergehen sollen mit einer Strafe geahndet werden, die spürbar für das Leben ist, aber nicht zum Tode führt.
  3. Schwere Vergehen sollen mit einer Strafe geahndet werden, die durch den Ersten Richter oder seine Vertreter bestimmt wird. Diese dürfen nicht mehr als den Tod urteilen, ein Strafmaß über den Tod hinaus muss durch den Fürsten selbst verhängt werden.
  4. Im Falle der Häufung oder Wiederholung von Vergehen soll das Strafmaß entsprechend behandelt werden als wäre es ein Vergehen der nächst höheren Schwere. Sollte sich ein schweres Vergehen wiederholen oder häufen, so ist der Fall vor den Fürsten zu bringen und durch ihn ohne den Zwang des Gesetzes zu entscheiden.

§9 Garden

  1. Die Garden der direkten Vertreter des Fürsten unterstehen nicht dem Militär. Es steht lediglich diesen zu eine Garde auszuheben.
  2. Die persönliche Garde des Fürsten wird vom Fürsten handverlesen. Sie untersteht ausschließlich dem Fürsten. Sie sind allen Garden und dem Militär weisungsbefugt, sofern ihre Weisungen nicht denen des Fürsten oder seiner direkten Vertreter entgegen stehen. Die persönliche Garde des Fürsten wird im Folgenden als Blutgarde bezeichnet.
  3. Die Rechtsgarde wird durch den Ersten Richter und seine Vertreter ausgehoben. Sie führt Urteile aus, führt Befragungen durch, schützt den Gerichtsplatz, bewacht und überführt Gefangene und steht für alle Belange des Ersten Richters und seiner Vertreter zur Verfügung.
  4. Die Steuergarde wird durch den Steuerverwalter und seine Vertreter ausgehoben. Sie treibt die Steuern ein und überführt Steuersünder an die Rechtsgarde. In Abwesenheit eines Vertreters des Steuerverwalters führt sie Buch über die Steuern und überstellt diese Informationen an den Steuerverwalter. Die Steuergarde stellt den Transport und die Übergabe der Steuereinnahmen an den Fürsten sicher.
  5. Alle Garden unterstehen im Falle von Verfehlungen zuerst ihrem Vorsteher, im weiteren dem Ersten Richter und seinen Vertretern.

§10 Reisen

  1. Personen, die sich innerhalb des Landes aufhalten und die keinen Wohnsitz innerhalb des Landes haben und nicht innerhalb des Landes geboren wurden, werden im Sinne des Gesetzes als Reisende bezeichnet. Ihnen ist die einfache Bewaffnung außerhalb bewohnter Siedlungen erlaubt. Reisende müssen innerhalb einer bewohnten Siedlung ihre Waffen für die Dauer ihres Aufenthaltes an den zuständigen Stadtvorsteher und einen von diesem benannten Vertreter abgeben.
  2. Reisende müssen eine Reisesteuer und eine Übernachtungssteuer entrichten, wenn sie die Nacht in einer Siedlung verbringen. Diese Steuer richtet sich nach der Größe der Stadt und darf von dem zuständigen Stadtvorsteher innerhalb eines vernünftigen Rahmens eigenständig bestimmt werden. Die Definition eines vernünftigen Rahmens obliegt dem Steuerverwalter.
  3. Reisende haben das Recht sich im Kriegsfalle dem Militär anzuschließen, können allerdings im Kriegsfall nicht gegen ihren Willen rekrutiert werden.
  4. Reisende haben die geltenden Gesetze zu beachten.
  5. Reisende können jederzeit des Landes verwiesen werden durch eine Person von Rang und Titel.
  6. Besteht für einen Bewohner Karnovias die Notwendigkeit das Land für einen kurzen Zeitraum zu verlassen, so hat er bei einem Stadtvorsteher vorstellig zu werden und sich unter Angabe der Gründe eine Genehmigung einzuholen. Hierzu fällt eine Gebühr pro Tag der Abwesenheit an, die sich an dem Stand der Person orientiert und vom Stadtvorsteher unter Beachtung eines vernünftigen Rahmens erhoben werden kann. Die Definition eines vernünftigen Rahmens obliegt dem Steuerverwalter.
  7. Verbleibt eine bürgerliche Unterkunft für einen Zeitraum verlassen, der die Dauer von sieben Tagen übersteigt, so fällt das Grundstück und der Besitz an den zuständigen Stadtvorsteher. Dieser darf mit dem Grundstück und dem Besitz verfahren, wie er es für richtig befindet.

§11 Feiertage

  1. Als Landesfeiertag gilt jeder Tag, den der Fürst als solchen deklariert. Es ist des Fürsten Recht, Feiertage nach Belieben auszurufen oder auszusetzen.
  2. Als Feiertage gelten
    1. der Tag der Geburt unseres Fürsten
    2. der Tag, an dem der Fürst den Krieg beendete und den Frieden brachte
    3. der Hochzeitstag des Fürsten

§12 Magie

  1. Wer glaubt über magische Fähigkeiten zu verfügen oder bei dem ein magisches Potenzial vermutet wird, hat sich an der Schule der Macht oder durch einen Magister der Schule der Macht prüfen zu lassen. Wird hierbei eine tatsächliche Begabung festgestellt, so muss dieser mit sofortiger Wirkung als Schüler aufgenommen werden.

§13 Jagdrecht

  1. Es ist dem Bewohner ohne Titel und Rang verboten zu Jagen oder Fischen, sei es unter Verwendung von Hilfsmitteln oder nicht, sofern ihm dies nicht per Dokument durch den jeweils zuständigen Stadtvorsteher gestattet wurde.
    1. Das Dokument soll die Art des Hilfsmittels und die bestimmte Tierart aufzeigen, für den Erwerb dieses Dokumentes können seitens des Stadtvorstehers Kosten erhoben werden.
    2. Es ist dem Bewohner gestattet, ein Tier zum Schutze des eigenen Lebens zu töten, auch wenn keine Genehmigung zur Jagd vorliegt, sofern das erlegte Tier sofort einem Träger von Rang und Titel übergeben wird.

§14 Güter des Landes

  1. Es ist ist ein schweres Vergehen, des Fürsten Wälder, Seen, Flüsse, Berge und andere natürliche Ressourcen zu zerstören, vergiften oder anderweitig unnutzbar zu machen.

§15 Kenntnis der Gesetze

  1. Die Gesetze Karnovias gelten für alle Bewohner des Landes. Unkenntnis über diese Gesetze ist kein Grund für eine Milderung des Strafmaßes.
  2. Reisende im Land Karnovia haben sich über die Gesetze zu informieren. Unkenntnis über diese Gesetze ist kein Grund für eine Milderung des Strafmaßes.
  3. Bewohner haben die Gesetze zu lernen bevor sie ihr zehntes Lebensjahr vollenden. Vorher gelten sie als unmündig, für das Verbüßen einer entsprechenden Strafe kann allerdings ein Elternteil herangezogen werden.

Graufurt

Die kleine Handelsstadt Graufurt liegt an der Grenze des Nachbarlandes im Süden und ist der einzige Ort mit dem Karnovia Handel treibt. Es ist eine schäbige Stadt mit schlechtem Kopfsteinpflaster auf den Straßen und einer hohen Stadtmauer. Die Häuser stehen dicht an dicht beieinander um den dichten Nebel, der Nachts aus dem Tal hinauf kriecht, keinen Platz zu bieten. Die Menschen hier sind misstrauisch und sprechen nur ungern über das kleine Land i­m Norden.

Nachts sind die Straßen und Gassen der Stadt gut ausgeleuchtet mit Laternen und Fackeln, und auch in den Fenstern der Häuser stehen Kerzen. Schutzsymbole und Bannzeichen finden sich beinahe an allen Häusern.

Im einzigen Gasthaus der Stadt, dem "Gespießten Schwein" ist die Stimmung zwar angenehm und gastfreundlich, wird aber düster sobald der Name Karnovia fällt. Im Allgemeinen versucht man das Thema Karnovia hier zu meiden, kein Händler würde zugeben aus dem Norden zu kommen. Nicht mal Prahlhälse findet man, die behaupten sie hätten das Land bereist und überlebt. Der Zwergenschmied am südlichen Ende der Stadt weiss für ein gutes Bier ein paar Schauergeschichten über das Land zu erzählen, die düsterer kaum sein könnten.

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